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Gesund und in Harmonie durch den Herbst

Das Laub der Bäume färbt sich im Herbst bunt und das Licht schwindet. Die Natur zeigt uns damit einen ihrer belebenden Widersprüche: große Pracht und Schönheit entsteht oft in der Nähe von Begrenzung und Verlust.

Es gibt etwas zu entdecken und zu bewahren in der Energie des Herbstes. Die wirklichen Werte, das Dauerhafte und Teure. Doch wie finden wir diese verborgenen Schätze? Der Herbst macht es uns vor, wenn die Bäume ihre Blätter fallen lassen. Es geht ums Ausmisten, es geht darum, das Überflüssige loszuwerden. Das kann sogar Spaß machen. Für Ordnung und Klarheit zu sorgen ist ein befreiender Prozess. Deshalb wirkt sich das Ausmisten oft so heilsam aus. Im Herbst ist dafür aus Sicht der Chinesischen Medizin die beste Zeit.

In unserem Körper haben wir zum „Ausmisten“ zwei Organe: die Lunge und den Dickdarm. Die Lunge sorgt dafür, dass der Körper mit frischer Energie durchströmt wird. Der Dickdarm transportiert alle Schlacken ab, die wir nicht mehr brauchen. Das tut er über die Verdauung und über die Haut. Jetzt im Herbst ist die richtige Zeit dafür, sich um diese Prozesse im Körper zu kümmern. Zeichen dafür, dass es ein Ungleichgewicht in diesen Bereichen gibt, können sein: Allergien, Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen, Probleme im Bereich Sucht und Trennungen / Grenzen setzen.

In der Selbstfürsorge hat die Chinesische Medizin seit Jahrtausenden Techniken entwickelt. Eine einfache Übung aus dem Qigong ist die bewusste Stärkung der inneren Organe. In der folgenden Übungsanleitung geht es um die Stärkung der Lunge. Die Übung kann im Stehen oder Sitzen ausgeführt werden:

Schließe die Augen und lege deine Hände auf die Lungenflügel im oberen Bereich des Brustkorbs. Lasse ein leichtes Lächeln deine Mundwinkel minimal umspielen. Stelle dir jetzt vor, wie du deiner Lunge zulächelst. Lächle deiner Lunge zu und spüre, wie sie zurück lächelt. Verweile so lange du magst in diesem Austausch mit deiner Lunge. Dann bedanke dich bei deiner Lunge und senke die Hände wieder. Öffne die Augen.